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Wieder Krätzefälle in Schmalkalden

C MKD [thüringen]/Symbolbild

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Wieder Krätzefälle in Schmalkalden

Schmalkalden – Erneut sind in Schmalkalden Fälle von Krätze (Scabis) bekannt geworden. Dabei soll es sich um Fälle in der Staatlichen Grundschule in der Renthofstraße handeln.

 

Die Grundschule in der Renthofstraße ist erneut einer der Orte wo Krätzefälle bekannt wurden. Foto: MKD [thüringen]

Auch in der Kindertagesstätte „Aue-Knirpse“ wurden die Eltern auf Krätze hingewiesen.

 

 

Um wieviele Fälle es sich aktuell handelt ist nicht bekannt. Aufgrund der langen Inkubationszeit von vier bis sechs Wochen sind weitere Neuerkrankungen aber wahrscheinlich.

Scabies wird nur durch sehr enge Kontakte, d.h. eigentlich nicht in schultypischen Situationen, übertragen.

 

Eltern von an Scabies erkrankten Kindern sind nach § 34 Abs. 6 IfSG (Infektionsschutzgesetz) verpflichtet, die Gemeinschaftseinrichtungen zu informieren. Die Gemeinschaftseinrichtungen wiederum müssen lt. Gesetz das Gesundheitsamt über den Fall verständigen. Die Kinder sind solange vom Besuch der Einrichtungen ausgeschlossen, bis eine geeignete Behandlung erfolgt ist und dies durch ein ärztliches Attest bestätigt wird.

 

 

Schon 2018 vermehrte Krätze-Fälle in Region Schmalkalden

 

Schon im vergangenen Jahr gab es vermehrt Fälle von Scabis (Krätze) in Gemeinschaftseinrichtungen (Kindertagesstätten und Schulen) in und um Schmalkalden.

Betroffen waren alle sechs kommunalen Kitas, dazu die Grundschule, das BBZ und das Gymnasium sowie weitere Einrichtungen in der Region wie der Kindergarten in Schnellbach oder die Grund- und Regelschule in Floh. In einigen Einrichtungen gab es nur einzelne Krankheitsfälle.

Besonders stark waren hingegen der Kindergarten Hedwigswiese und die  Grundschule in Schmalkalden betroffen.

Rund 120 Menschen befanden sich erkrankungsbedingt in Behandlung.

 

Eine Meldepflicht für die Krankheit besteht nur für Gemeinschaftseinrichtungen. „Nicht alle Personen, die sich behandeln lassen, sind auch erkrankt“, sagt Dipl. med. Waldemar Olk, hygieneverantwortlicher Arzt im Gesundheitsamt. „Einige lassen sich auch prophylaktisch behandeln. Wir empfehlen dies allerdings nur bei längerem Hautkontakt mit einem Erkrankten“, so Olk.

Durch entsprechende Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen und im Umfeld der Betroffenen ist eine Verbreitung von Scabies gut einzudämmen.

Scabis ist keine gefährliche oder hochinfektiöse Krankheit. Es ist zwar sehr unangenehm, aber gut zu behandeln und hinterlasse keine bleibenden Schäden, so das Gesundheitsamt weiter.

Die juckende Hauterkrankung wird vor allem durch engen Hautkontakt bevorzugt in der Bettwärme (Kuscheln) übertragen. Eine Ansteckung über Gegenstände, z.B. Wäsche kommt zwar vor, ist aber eher sehr selten. Sie kommt vor allem über gemeinsam mit dem Erkrankten benutzte Handtücher oder z.B. beim gemeinsamen Übernachten vor.

 

Besorgte Lehrer, Erzieher und Eltern können sich bei Fragen ans Gesundheitsamt wenden (03693/485-8704-, 8705-, 8706).

 

 

 

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